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Sie sind hier: Artikel-Reihe "Historische Persönlichkeiten"

John Ericsson

john ericsson
Seiner Zeit weit voraus, verkörperte er den Fortschrittsglauben des 19. Jahrhunderts. Bereits mit 10 Jahren machte er die ersten Erfindungen und Hunderte weitere folgten.

Der Schwede erfand unter anderem die Schiffsschraube, experimentierte mit Heißluftmaschinen und entwickelte Geräte zur Tiefenmessung von Flüssen und Meeren.



Zeitiges Interesse an Technik
John Ericsson wird am 31. Juli 1803 in Långbanshyttan, in der mittelschwedischen Provinz Värmland geboren. Sein Vater ist Teilhaber einer Mine und ermöglicht damit seinen Söhnen von einer Hauslehrerin unterrichtet zu werden. Schon früh zeigt John Interesse an Technik und Naturwissenschaften. Besonders gern begleitet er seinen Vater in die Mine und bestaunt stundenlang die Maschinen und ihre Funktionen.

Frühe Anstellung
Der Krieg mit Russland bringt dem Land wirtschaftlich schwierige Zeiten und so geht die Mine Bankrott. Nach einem harten Winter gelingt es Ericssons Vater eine Anstellung als Ingenieur bei einem der größten Bauprojekte Schwedens, dem Götakanal, zu erhalten.

Auch hier in den Büros der Kanalbaugesellschaft ist John gern gesehen. Er fertigt technische Zeichnungen und die Gesellschaft ist von seinem Talent so begeistert, dass sie ihn schon im Alter von 11 Jahren fest anstellt. Mit 14 Jahren beaufsichtigt John bereits 600 Arbeiter.

heißluftmotor
Seine ersten Erfindungen
Neben seiner Armeezeit studiert John Ericsson Geometrie, Chemie und Mathematik. In seiner freien Zeit entwickelt er einen Heißluftmotor, der die Dampfmaschine ablösen soll.

1829 geht er nach England, wo er mit dem jungen Ingenieur John Braithwaite Dampfkessel, Kühl- und Kondensationsanlagen baut. Außerdem beteiligen sie sich mit der Entwicklung der Dampflokomotive "Novelty" an dem legendären Rennen von Rainhill. Für seine dampfbetriebene Feuerspritze erhält er 1840 in den USA einen Preis.

Abschied von Europa
Für die britische Admiralität entwickelt Ericsson die Schiffsschraube. Das erste Schiff, welches mit dieser Antriebstechnik ausgestattet wird, ist die "Francis B. Ogden".

Danach erhält John Ericsson von dem amerikanischen Leutnant Robert Stockton den Auftrag für ein komplettes Schiff. Stockton erkannte das Potenzial des neuen Antriebs. 1839 überquert Ericsson mit diesem ersten propellergetriebenen Schiff den Atlantik, nach Europa wird er nie mehr zurückkehren. 1848 nimmt er die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

In Amerika angekommen erhält Ericsson den Auftrag für das "Schiff der Zukunft". Das 700 Tonnen schwere Schiff wird mit seinem doppelten Schraubenantrieb ein Riesenerfolg und gewinnt sogar das Rennen gegen den bis dahin schnellsten Schaufelraddampfer.

Sein Lebenswerk
Schon länger beschäftigt den Erfinder die Entwicklung einer Heißluftmaschine. 1860 haben seine Forschungen endlich Erfolg. Er baut unter anderem für Farmer verschiedene Heißluftpumpen, um Tiertränken mit Wasser zu befüllen.

Über 100 Patente hat John Ericsson in seinem Leben angemeldet. Von Abraham Lincoln persönlich erhielt er den Auftrag für das erste Panzerschiff. Er entwickelte geniale Ideen und technische Lösungen für das Militär und auch die Privatwirtschaft. So gehören zu seinen späteren Erfindungen die Solarmaschine, welche das Sonnenlicht in einem speziellen Brennspiegel sammelt und als Wärmequelle direkt nutzbar macht.

Nach seinem Tod am 8. März 1889 wurde seine Urne in die schwedische Heimat überführt. Ihm zu Ehren wurde in seinem Geburtsort Filipstad ein imposantes Mausoleum errichtet. Auch im New Yorker Battery Park erinnert eine Statue an einen Mann, der bis ins hohe Alter mit ungebremsten Arbeitseifer kreativ tätig war.

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Diese Artikel sind in der Reihe "Historische Persönlichkeiten" bisher erschienen:


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