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Die Heilkraft der Bewegung

heilkraft bewegung Das Paradoxum unserer Zeit
Bewegungsmangel stellt heute ein Phänomen unserer Gesellschaft dar. Auf der einen Seite machen uns viele Produkte und Dienstleistungen das Leben leichter. Auf der anderen Seite bereitet uns genau das Sorgen. Körperliche Sorgen, die sich in Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bemerkbar machen können.

Unser Körper war zu früheren Zeit für andere Bewegungsabläufe erdacht. Jagd und Ackerbau waren Notwendigkeiten, um die Ernährung zu sichern. Heute gehen wir in den Lebensmittelmarkt und setzen uns anschließend mit einem Buch oder zum Fernsehen auf das Sofa. Dadurch werden Bänder, Muskeln und Sehnen weniger oder zum Teil gar nicht beansprucht.

körper Als Folge dessen, vergessen sie sozusagen ihre Aufgaben. Unser Skelett, die Gelenke und Knochen werden dann nicht mehr so unterstützt, dass sie gut funktionieren können. Das äußert sich in Einschränkungen und Beschwerden. Wollen Sie dies verhindern, dann sollten Sie Ihren Muskeln und Bändern genügend zu tun geben, sie also bewegen.

Die Qual mit dem Rücken
Jeder Dritte Deutsche hat Rückenschmerzen. Sie sind der zweithäufigste Grund für einen Arztbesuch und die häufigste Ursache für eine Krankschreibung.
Der Rückenmuskel ist der größte Muskel, den der Mensch überhaupt hat. Er reicht von den Schultern bis zum Becken und sorgt gemeinsam mit den Bändern dafür, dass die Wirbelsäule aufrecht im Becken steht.

Die Ursachen, welche Rückenschmerzen auslösen, sind sehr verschieden. Ein häufiger Auslöser ist jedoch mangelnde Bewegung. Dadurch verkümmern die Muskeln, die die Wirbelsäule dann nicht mehr stützen können.

Unsere Gesellschaft ist bequemer geworden und Mediziner sprechen sogar von einer rückenfeindlichen Lebensweise. Daher gelten Bewegung, Rückentraining, Stressabbau und die Suche nach seelischem Gleichgewicht als unabdingbare Eigenleistungen der Patienten, wenn sie gesund werden und bleiben wollen.

Was können Sie für sich tun?
Wenn unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit wesentlich vom Zustand unserer Muskeln abhängt, dann können wir etwas tun, um diesen Abbauprozess zu verhindern. Gezielte und gut dosierte Bewegung ist dafür sehr hilfreich.

schwimmen Schwimmen
Nimmt uns fast 90% des Körpergewichts ab und entlastet damit Gelenke und Wirbelsäule enorm. Im Sommer gut im Freien möglich und in der ungemütlichen Jahreszeit im Hallenbad.
Wasserdruck und Temperatur wirken sich günstig auf die Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System aus. Besonders Rückenschwimmen und Kraulen stärken das Kreuz.
Für die richtige Dosierung gilt: besser mehrere kurze Intervalle als ein langer. Auch Aquajogging ist sehr wertvoll, bitte unbedingt unter fachkundiger Anleitung durchführen.

radfahren Radfahren
Auch beim Radfahren werden Knochen, Bänder und Gelenke entlastet, da punktuelle Stoßbelastungen vermieden werden.
Wichtig ist, dass das Fahrrad optimal auf Sie eingestellt ist, vor allem muss der Lenker höher sein als der Sattel. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten.

Und auch für das Radeln gilt: besser 30 - 60 Minuten, als ganze Tagestouren auf Hauruck. Ideal auch für drinnen auf dem Hometrainer geeignet.

laufen Wandern und Walken
Sie zählen zu den besonders sanften Ausdauer-Sportarten und sind deshalb auch für untrainierte Menschen mit Rücken- und Gelenkproblemen gut geeignet. Der Herbst gilt hier als ideale Jahreszeit.

Wichtig: Da Bergab die Gelenkbelastung sehr hoch ist, lieber gerade Strecken oder nur bergauf wandern und zurück die Seilbahn benutzen.
Außerdem sollten Sie auf Schuhe mit ausreichender Stützfunktion und guten Dämpfungs- eigenschaften achten. Ziehen Sie für Ihre Wanderungen die Wald, Feld- und Sandwege den harten Asphaltböden vor.

skilanglauf Ski-Langlauf
Trainiert die Muskulatur, entlastet die Bandscheiben, verbessert den Stoffwechsel und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Da bis zu 90% der Körpermuskulatur beansprucht werden, ist Ski-Langlauf ein ausgezeichneter Gesundheitssport.

Beginnen Sie mit maximal 2 Stunden pro Tag. Bei Ihrer Ausrüstung lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten. Für die Ski-Länge gilt: etwas Körpergröße + 20 cm. Die Skistöcke sollten Achselhöhe haben. Wichtig: Richtige und bequeme Kleidung für Kälteschutz und Creme für Sonnenschutz. Und ganz "nebenbei" können Sie die Natur und Ruhe genießen.

Unser Tipp:
Wählen Sie das aus, was Ihnen Spaß macht, dann empfinden Sie das Bewegen weniger als Belastung und mehr als Freude. Kombinieren Sie möglichst verschiedene Bewegungsarten, dann erreichen Sie eine optimalere Stärkung Ihrer Muskeln, Sehnen und Bänder.
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